Pilgern auf dem Jakobsweg, Via Regia

7, August 2010 um 19:25 | In Tages Bla Bla | Kommentar hier möglich

01.09.2010

Nach einem spaeten Fruehstueck ging es wieder auf den Weg. Und nun mussten wir doch den hohen Berg hinauf.

Das viel aber nicht so schwer, da am Anfang der Strecke. Wir entdeckten einen lecker Apfelbaum. Unten herum waren die Aepfel leider schon gepflueckt. Wir fanden einen leckeren etwas weiter oben. Zuerst versuchte Angie ihn zu erreichen. Sprang und huepfte. Dann war ich an der Reihe und hatte ihn nach dem dritten Sprung. Es gab wieder viel zu lachen. Wir teilten uns den Apfel und freuten uns des Lebens. Wir sponnen herum, diesen Weg vielleicht auch mal per Pferd zu erkunden. Wir erreichten alsbald eine Pilgerunterkunft, wo wir Kaffee und Kuchen erhielten. Hier trafen wir auch Wolfgang wieder. Die Leute waren wieder alle super nett.

Eine alte Dame (92) konnte dort nicht auf die Toilette gehen, weil die Treppe zu steil war. Also bot ich ihr an, sie nach oben zu tragen. Sie nahm an. Sie machte auf meinen Ruecken komische Geraeusche. Ich fragte, ob alles in Ordnung sei. Da erfuhr ich, dass es nur Lachgeraeusche von ihr waren. Als wir oben ankamen, knutschte sie mich 3-mal. Sie war sooo Happy!

Von hier ging der Weg schoen gelegen durch den Wald und Felder.

Unterwegs trafen wir Wolfgang wieder, dem ich erst einmal richtig seinen Rucksack einstellte. Noch spaeter trafen wir weitere drei Pilger. Die Pilgerunterkuenfte in Koenigsbrueck waren leider alle belegt und guenstige Pensionen gab es nicht. Also liegen wir heute in einem Hotel. Laufleistung heute: 14,7 km

31.08.2010

Als der Wecker sehr frueh klingelte bereute ich zunaechst, dass wir zum Fruehstueck verabredet waren. Muedigkeit und Leibschmerzen quaelten uns. Wir schafften es, puenktlich fertig zu werden. Wir hatten eine super tolle Unterhaltung mit Monika (der Besitzerin der Herberge) am Fruehstueckstisch.

Wir konnten viel Gemeinsames feststellen. Auch Angie war von ihr sehr angetan. Mit ihrer Herberge, die sie mit ihrem Mann erst vor kurzem eroeffnet hat, und wie sie diese fuehrt, lebt sie eigentlich meinen Traum eines Backpackers in Deutschland. Sie hat einen tollen Satz gesagt.

„Sie braucht nicht raus in die Welt, die Welt kommt zu ihr.”

Dann war es Zeit, sich wieder auf den Weg zu begeben. Monika erteilte uns noch einen Segen fuer unsere Reise. Heute wollen wir Kamenz erreichen. Das sind 14,7 km zu laufen. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Nach einem Kilometer waren wir wieder eingelaufen. In St. Marienstern besuchten wir das Kloster. Hier treffen wir Wolfgang, auch ein Pilger. Wir hatten die Moeglichkeit, dem Gebet der Zisterzienserinnen zu lauschen. Eigentlich war es mehr ein Gesang. Und dieser Gesang war so lieblich… Das ging echt unter die Haut! Noch Stunden danach war ich sehr bewegt und konnte den Gesang in mir spueren. Der Weg war abwechslungsreich.

Wie schoen es ist, die Feldwege entlang zu laufen und ins weite Land zu schauen. Leider gibt es auch Abschnitte an der Strasse. Aber ist ja auch kein Wunder, denn wir folgen den Spuren alter Handelswege. Die Regenponchos ziehen wir oefters an und aus und sind froh, dass wir diese haben.

In Kamenz muessen wir in die Innenstadt. Das bedeutet noch mal richtig den Berg hinauf.

Angie meinte dazu: „@#&**&(^%$#*^&*(&&)(^$^##%” :-)

An der Touristen Information erfahren wir, das die Pilgerherberge etwas weiter weg ist und auch wieder einen Berg hinauf. Ich guckte Angie an und…. „Haben sie etwas in der Naehe?” fragte ich. So landeten wir in einer preisguentigen Pension mit wunderbaren Betten.

30.08.2010

Angie und ich starten mit dem Zug von Berlin nach Bautzen (Klick Info), um den Jakobsweg (Via Regia, Klick Info) zu laufen. Wir kommen puenktlich an und laufen um 13:00 Uhr los. Als erstes zur Touristeninformation um unseren ersten Stempel fuer den Pilgerausweis abzuholen. Das verlassen der Stadt erwiese sich als schwierig. Nach ca. 30 min standen wir wieder vor der Touristeninformation. :-)

Schliesslich gelang es uns, Bautzen durch nette kleine Gassen zu verlassen. Regen setzte ein und wir mussten unsere Regenponchos ueberziehen. Da wir ungeuebt darin waren, war das ueberziehen mit vielen Lachern begleitet.

Gleich nach der Stadt fanden wir Apfel- und Pflaumenbaeume. Wir packten uns die Taschen voll.

Wie genial es doch ist, sich beim Wandern mit Nahrung aus der Natur zu ernaehren. Mit sehr grossen Genuss ass ich die Pflaumen und freute mich ueber das gute Lebensgefuehl. Ich hoffte nur, das die noch nicht ganz reifen Pflaumen mich nicht aufs Klo treiben J

Der Jakobsweg ist gut ausgeschildert und ist leicht zu finden. Wir laufen durch das Land der Sorben (Klick Info). Leider muessen wir viel an der Strasse laufen. Aber es gibt auch wunderschoene Wege durch die Natur. Nach 8,7 km haben wir am Millenniums Denkmal die erste Pause gemacht. Es war kuehl und regnerisch. Bei diesem Wetter hin und her hatten wir den Umgang mit dem Poncho schnell heraus. Wir hatten eingeplant, dass wir uns in den Doerfern etwas zu essen kaufen. Dies war leider nicht moeglich. So mussten wir von unseren Knapperzeug leben, welches wir mit kaltem Wasser runter spülten. Nach 12 km hatten wir nicht mehr so richtig Lust auf laufen. Und dann das erstaunliche. Da haelt neben uns ein Autofahrer und fragt, ob er uns mitnehmen kann. Ohne Zoegern sagten wir ja. Er fuhr uns zu einer super Pilgerunterkunft. Wir bedankten uns ganz doll fuers mitnehmen. Wir legten unsere Sachen im Zimmer ab und sind dann in eine Gaststaette gegangen, weil unser Magen dringend Beschaeftigung suchte. Eine nette alte Dame bediente uns. Zurueck in der Pilgerunterkunft lernten wir die super nette Besitzerin kennen. Wir sassen mit ihr in der Kueche und unterhielten uns lange und intensiv. Sie lud uns schliesslich zum Fruehstueck fuer den naechsten Morgen ein. Wir nahmen dankend an. Ziemlich fertig gingen Angie und ich dann bald schlafen.

Planung:

Es ist wieder so weit. Wandern auf dem Jakobsweg, die Via Regia. Das sind ca. 430 km von Bautzen nach Vacha. Ich starte am 30.08.10 in Bautzen. Gerne koennt ihr mich begleiten. Treffpunkt am Bahnhof Bautzen gegen 13:00 Uhr. Ihr koennt auch gerne spaeter “einsteigen”. So z. B. am Wochenende Fr bis So. Oder mitten in der Woche. Wie auch immer. Wenn ihr wissen wollt, wo ich mich gerade auf dem Weg befinde, ruft mich einfach an. Meine Handynummer sende ich euch bei Interesse gerne per Email. Punkto Ausruestung berate ich euch gerne. Bitte rechtzeitig mit mir in den Kontakt gehen.

Mehr ueber den Weg erfahrt ihr hier: KLICK

Wahl des Bundespräsidenten

1, Juli 2010 um 23:14 | In Tages Bla Bla | Kommentar hier möglich

Wie peinlich ist denn das? Bei dem dritten Wahldurchgang zum Präsidenten gewaehlt. Und dem, der genau hinguckt faellt etwas auf. Das Ergebnis ist dritte Wahl. Warum sieht dies nur das Volk aber nicht unsere gewaehlten Volksvertreter? Achja, da faellt es mir wieder ein, Betriebsblind.

Spaetestens nach dem zweiten erfolglosen Wahldurchgang, haette man sich nach neuen Kandidaten umsehen muessen.

Stromgewinnung aus Atomkraft ist doof !

24, April 2010 um 21:53 | In Stromgewinnung aus Atomkraft | 2 Kommentare

Keine Frage, das Abschalten der Atomkraftwerke ist laengst ueberfaellig! Um die Politik noch einmal daran zu erinnern, gab es heute div. Demonstrationen in Deutschland. Ich bin nach Biblis gefahren. Dort steht das aelteste Kraftwerk Deutschlands. In dem AKW hat es seit der Inbetriebnahme 800 meldepflichtige Stoerfaelle gegeben. WAHNSINN!!!! Grund genug, mit bei der Demo dabei zu sein, und ein Abschalten zu fordern.

Mehr Info: HIER

Geschützt: Neuseeland 2009 / 2010, Teil 3

29, September 2009 um 11:49 | In Teil 3 | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

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